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Hilchenbacher Bündnis
für Toleranz und Zivilcourage |
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Wie böse sind die Böhsen Onkelz? Schon mehrmals haben sich Onkelz-Fans an diese Website gewandt, um zu erreichen, dass auch die Böhsen Onkelz auf unsere Seite "Musiker und Sportler gegen rechts" aufgelistet sind. Wir haben uns bisher damit schwer getan, weil das Wirken dieser Gruppe immer noch recht umstritten ist. Zur Meinungsbildung der Leser geben wir deshalb unkommentiert einen entsprechenden Abschnitt aus der Broschüre "Skinheads und Rechtsextremismus" wieder, die vom Verfassungsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen herausgegeben wird.
Exkurs: »Böhse Onkelz«Mit fremdenfeindlichen Song-Parolen wie »Türken raus!« und nationalistischen Phrasen wie »Deutschland den Deutschen« wurde seit Mitte der 80er Jahre die Musikgruppe »Böhse Onkelz« vor allem in der Punk- und Skinhead-Szene bekannt.Nachdem das Quartett zu den
Symbolfiguren des deutschen Rechtsrock avanciert war, rückte die Gruppe seit 1988
von der rechtsextremistischen Skinhead-Musikszene ab und versteht sich seitdem als
Heavy-Metal-Band. Sie suchte in der Folgezeit das Gespräch mit Kulturpolitikern
und Gewerkschaften, um die eigene »Läuterung« auch anderen zu Rassismus und
Gewaltbereitschaft neigenden Jugendlichen zu demonstrieren. Unter anderem trat die Gruppe
bei Konzerten gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in Bremen
und Frankfurt/Main auf. Nach ihrer Tournee von 1995 führten die »Böhsen Onkelz« auch 1996 eine Deutschland-Tournee durch, die am 17. Oktober 1996 in Emden startete und durch 24 weitere Städte führte, u.a. am 21. November 1996 durch Düsseldorf (Philipshalle) und am 23. November 1996 durch Dortmund (Westfalenhalle). An dem Konzert in der Düsseldorfer
Philipshalle nahmen etwa 7.000 Besucher teil. Veranstalter und Bandmitglieder wehrten sich
energisch gegen Versuche, mit rechtsextremistischer Musik in Zusammenhang gebracht zu
werden. Der Sicherheitsdienst der Band zeigte sich gegenüber der Polizei sehr kooperativ.
So wurde u.a. der frühere Bandleader und Texter der rechtsextremistischen Gruppe
»Störkraft« des Saales verwiesen, als seine Anwesenheit bekannt wurde. Mit
markigen Metaphern wie »gehasst, verdammt, vergöttert« und »Ich möchte lieber stehend
sterben als lügen (korrekt müsste es heissen: "...als knieend leben",
Bündnis) «, sieht sich die Band heute mehr als Diffamierungsopfer. Deutlich wirkt das
Trauma der einst stigmatisierten Band in die Songs hinein. Sie versucht, sich praktisch
mit immer neuen Befreiungsschlägen aus der vermeintlichen Isolation zu befreien. Ihren
Ansagen zwischen den Songs waren Fragmente zu entnehmen, wie »Wir sagen, was sich keiner
traut«, »Wir gegen den Rest der Welt«, »Wir bringen es auf den Punkt«. Nur was sie
auf den Punkt bringen wollte, blieb nebulös. So sprach sich der Bassist der Band
mehrfach gegen Gewalt aus, wobei er eine Gruppe von Tobenden als »hirnlose Idioten«
bezeichnete. Aber gleich darauf spielten sie den gewaltverherrlichenden Titel
»Kneipenterroristen«, einen eben von dieser »Idiotenszene« geliebten Song. Trotz
dieser gewissen Ambivalenz, der eventuell ökonomische Interessen zugrunde liegen,
ist das Abrücken der Band von der rechtsextremistischen Szene durchaus glaubwürdig.
ZusammenfassungIn den aktuellen Liedtexten der Gruppe »Böhse Onkelz« werden keine Anhaltspunkte für rechtsextremistische Bestrebungen gesehen. Ältere Liedtexte der Gruppe sind von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert. Die Gruppe hat diese Titel bei den Konzerten in NRW nicht gesungen. Soweit bekannt ist, wurden diese Titel auch bei den Konzerten der letzten Tournee außerhalb NRW's nicht aufgeführt. Gerade diese Titel sind allerdings in der rechtsextremistischen Skinhead-Szene beliebt. Sie werden durch den rechtsextremistischen Versandhandel weiterhin, teilweise auch als Raubkopien, verbreitet Daher lässt sich vielleicht sagen: "Längst nicht jeder, der die Onkelz hört, ist rechtsextrem. Aber alle Rechtsextremen hören Onkelz.
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