Hilchenbacher Bündnis für Toleranz und Zivilcourage
Unterstützt von den Evangelischen Kirchengemeinden Hilchenbach und Müsen sowie dem Bürgermeister der Stadt Hilchenbach


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Rechtsextremes im Internet

Einige Leser dieser Website haben um Informationen über rechtsextreme Verbindungen im Internet gebeten. Deshalb haben wir als ersten groben Überblick den folgenden Aufsatz von Ernst Corinth auf diese Seite gestellt. Dessen Aussagen über deutsche Provider sind zwar nicht mehr ganz aktuell - inzwischen wird es den Neo-Nazis bei deutschen Providern zunehmend schwerer gemacht, entdeckte Seiten werden sofort abgeschaltet, gegen die Hintermänner dieser Seiten erfolgt Strafanzeige.Dies geschieht allerdings nur bei Seiten, die offen Gewalt oder Nazismus verherrlichen. In einer Grauzone hangeln sich aber auch in Deutschland etliche braune Seiten und Angebote so gerade am Rande der Legalität entlang, so auch die Seiten des unten erwähnten Patria-Versandes.

Die Aussagen über die vielen deutschsprachigen  Nazi-Seiten bei Providern in den USA, so das berüchtigte Thule-Netz, entsprechen weiterhin der Realität.

Sicher wird diese Seite weiter aufgebaut, aber jede Baustelle braucht so seine Zeit.

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jugendschutz.net  ist die Zentralstelle der Jugendministerien der Bundesländer für den Jugendschutz in den neuen 
Informations- und Kommunikationsdiensten  ( Multimedia, Internet ).
 jugendschutz.net beschäftigt sich daher nicht nur mit Neo-Nazismus, sondern auch mit Gewalt allgemein, mit Kinder- und sonstiger Pornografie. 
 Das  jugendschutz.net  wurde 1997 von den Jugendministerien der Länder gemeinsam eingerichtet, um für die Beachtung des 
notwendigen Jugendschutzes in den neuen Informations- und Kommunikationsdiensten (Multimedia, Internet) zu sorgen. 
Es hat vorrangig den Auftrag, einen Überblick über Art und Umfang jugendschutzrelevanter Angebote in den neuen Medien zu verschaffen. 
Bei zu beanstandenden Inhalten werden deren Anbieter aufgefordert, diese zu ändern oder aus dem Netz herauszunehmen. 
Das "jugendschutz.net" nimmt auch Hinweise auf jugendgefährdende und illegale Angebote in den neuen Medien entgegen 
und unterrichtet ggf. auch die für die Strafverfolgung zuständigen Behörden.	jugendschutz.jpg (7255 Byte)

 

Auf der Website www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de haben sich Internet- Netzwerke wie Wer-kennt-wen, schülerVZ, SchuelerCC, StayFriends, MyVideo, YouTube und viele andere zusammengeschlossen.  Sie fordern dazu auf, rechtsextreme und rassistische Postings, Äußerungen und Links sofort zu melden.

Die Sozialen Netzwerke, die sich an der Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" beteiligen, dulden keine rassistischen, antisemitischen, homophoben und diskriminierenden Äußerungen auf ihren Plattformen. Sie gehen gegen rechtsextreme Versuche vor, ihre Ideologie als scheinbare Normalität ins Internet zu stellen und die Netzwerke damit zu vereinnahmen. Sie haben Rechtsextremismus als Problem erkannt und sind auf der Seite der Userinnen uns User, die Diskriminierungen entgegen treten.

Näheres auf der Seite www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de

 

aktion-gegen-rechts.jpg (4748 Byte)  Website gegen Rechtsextremismus im Internet

Verbotenes in deutschen Netzen

Ernst Corinth   19.08.1999

Hitlers "Mein Kampf" und anderes - Verbote funktionieren nicht mehr

Deutsche sind tierlieb: "Mein Name ist xxx, bin verheiratet, habe ein Kind, 6 Meerschweinchen, 3 Fisch-Aquarien", schreibt Hans K. auf seiner Tripod.de-Homepage, die inzwischen wieder vom Netz abgeknipst ist. Aber Familienmensch Hans K., der sich dort als Anhänger der rassistischen "White Power"-Bewegung geoutet hat, wusste sich zu helfen. Inzwischen hat er eine Netzseite bei T-Online - und dort bietet er Musikstücke der besonderen Art als Datei zum Herunterladen an.


Da singt beispielsweise die Gruppe A.D.F. nach der Melodie von "Wenn ich einmal Kaiser von Deutschland wäre" einen Song, bei dem aus dem Wunschtraum Kaiser "Der Führer" geworden ist. Und wenn der wieder was zu sagen habe, dann, heißt es in dem Lied "Fuehrer'', würden die Synagogen wieder täglich brennen. "Die Roten müssen um ihr Leben rennen." Und täglich würde er, der Sänger, auf "Kanakenjagd" gehen.

Ein Text, der eindeutig unter strafbarer Volksverhetzung fällt, aber ganz legal über T-Online, wo übrigens auch der Landshuter "Spezialversand für nationale Aktivisten - Patria" seine tiefbraunen Waren feilbietet, zu erhalten ist. Auch die anderen Musiktitel auf dieser Homepage sind ähnlich gestrickt: Kraftschlag - "Unbelehrbar", Reichssturm - "Tret einfach rein" oder HKL - "Raus". Dass Hans K. diese unerträglichen und zweifellos verbotenen Nazi-Stimmungslieder über einen deutschen Provider anbietet, beweist allerdings, dass Tierliebe und Intelligenz nicht immer Hand in Hand gehen.

Andere Gesinnungsgenossen von ihm sind wesentlich cleverer. Schon seit Jahren ist beispielsweise das früher reine Mail-Box-Netz "Thule" auch im Internet präsent, aber über einen ausländischen Provider. Das schützt im Unterschied zu Hans K. die vernetzten Rechtsradikalen vor der deutschen Strafverfolgung. Und so können sie im Internet ganz locker vom schwarz-braunen Leder ziehen. Hämisch wird beispielsweise der Tod von Ignatz Bubis aktuell kommentiert: "Einer der unermüdlichsten Kämpfer gegen Deutschland ist tot, gestorben am Freitag dem 13. August 1999 (natürlicher Tod). Politik, Justiz, Journaille, Staatsanwaltschaft, - alles hörte auf sein Kommando."

Aber das Thulenetz bietet nicht nur seinen braunen Kameraden Argumentationshilfe, sondern hat neben diversen Links zu rechten Parteien und Organisationen ein Forum, wo sich jedermann in Deutschland verbotene Dinge auf die Festplatte seines Computers herunterladen kann. Das Spektrum reicht dabei von Nazi-Symbolen über rassistische Computerspiele bis zu einer kompletten Ausgabe von "Mein Kampf".

Und gerade über Adolf Hitlers Buch ist zuletzt viel und aufgeregt  diskutiert worden, weil findige Mitarbeiter des Simon-Wiesenthal-Zentrums kürzlich herausgefunden haben, dass man es übers Internet in den USA bestellen kann. Dort darf es ganz legal verkauft werden. Und weil das Internet sich nun einmal nicht nach nationalen Gesetzen richtet, da es eben grenzüberschreitend verknüpft ist, können auch deutsche Bürger "Mein Kampf" übers Netz direkt in den USA bestellen, obwohl der verquaste Nazischinken bei uns bekanntlich verboten ist.

Die Empörung darüber war und ist groß. Der Firma Bertelsmann, am "Hitler-verdächtigen" US-Online-Händler barnesandnoble.com beteiligt, ist die Angelegenheit schrecklich peinlich. Und selbst wenn es Bertelsmann gelingen sollte, den Import über die USA zu unterbinden, was kein riesiger Programmierungsaufwand sein dürfte, dann gibt es ja immer noch den Text kostenlos via Thule-Netz.

Aber sogar im "Nazi-unverdächtigen" Buchladen um die Ecke kann man immer noch "Mein Kampf" bestellen - vorausgesetzt, der Händler bietet seine Bücher im Internet an und ist auch dort dem Buchvertrieb Libri direkt angeschlossen. Wer auf den Netzseiten dieser Läden unter "Suchen" die Wörter "Hitler Mein Kampf" eingibt, dem wird als US-Import eine von Ralph Manheim ins Englische übertragene Neuausgabe des Buches offeriert. Der Grund für dieses Angebot, das zumindest arg am Rande der Legalität ist, liegt ähnlich wie bei Bertelsmann in der Vernetzung der Libri-Datenbank mit einem kooperierenden US-Buch-Vertriebsunternehmen. Betroffen sind davon zahllose deutsche Online-Buchläden.  Darunter neben zwei großen hannoverschen Firmen sogar die Netzshops von "Spiegel-Online" und der Firma Karstadt.

Inzwischen ist Libri jedoch dabei, den inkriminierten Titel aus der Datenbank herauszunehmen. Dennoch findet der dort zuständige Online-Redakteur Thorsten Pannen die große Aufregung in den Medien verlogen. Das Buch könne man ja schon seit Jahren übers Netz bestellen. Und ein Vertriebsverbot, meint Pannen, sei völlig wirkungslos, da man den kompletten Text im Internet als Datei kostenlos herunterladen könne: "Viel sinnvoller wäre wohl eine historisch-kritische und gut editierte Neuausgabe von 'Mein Kampf'." Ähnlich sieht es auch die ,,Neue Zürcher Zeitung'', die in einem Kommentar zur aufgeregten deutschen Diskussion an ein altes Jesuitenwort erinnert: "Notabitur Romae, legetur ergo" - was Rom auf den Index setzt, wird gewiss gelesen.

 

WebgegenRechts

 

      


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