Hilchenbacher Bündnis für Toleranz und Zivilcourage
Unterstützt von den Evangelischen Kirchengemeinden Hilchenbach und Müsen sowie dem Bürgermeister der Stadt Hilchenbach


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Hilchenbacher Bündnis
  für Toleranz und Zivilcourage

Kontaktadresse: Pfr. Rüdiger Schnurr,  Kirchplatz 2,  57271 Hilchenbach

 29.August 2008

 

                                                                  

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren !

Sie sind Eltern oder Lehrer oder Mitarbeiter in der Jugendarbeit Ihres Vereins. Darum wenden wir uns als Hilchenbacher Bündnis für Toleranz und Zivilcourage an Sie.

Wir möchten Sie aufmerksam machen auf ein sich immer mehr ausweitendes Phänomen, dem gerade die Kinder und Jugendlichen ausgesetzt sind, für die Sie Verantwortung tragen. Der Rechtsextremismus in Deutschland hat seine Strategien der Einflussnahme auf junge Menschen gewissermaßen „modernisiert". Die Neonazis sind keineswegs auf dem Rückzug, sondern sehen neue Chancen auf unsere Gesellschaft Einfluss zu nehmen.

Das Hilchenbacher Bündnis möchte mit einer Informations- und Diskussionsveranstaltung auf die gewandelten Erscheinungsbilder des Rassismus und des Rechtsextremismus aufmerksam machen.

Für diese Veranstaltung konnten wir einen ausgewiesenen Fachmann aus dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen gewinnen:

Regierungsrat Dr. Thomas Pfeiffer

hält seinen Vortrag unter dem Thema:

                                         Erlebniswelt  Rechtsextremismus

                                      Menschenverachtung mit  Unterhaltungswert

 

Er selbst kündigt seinen Vortrag so an: „Das Gesicht des Rechtsextremismus in Deutschland hat sich verändert. Das Erscheinungsbild und die Aktionsformen der Szene sind häufig keineswegs altbacken oder ewiggestrig – vielmehr spricht ein modernisierter Rechtsextremismus die Symbolsprache des 21. Jahrhunderts: Rockmusik ist zum Instrument der Propaganda geworden, Volksverhetzung taucht nicht selten in modernem Web-Design auf, neue Symbole und Codes schweißen zusammen, Action wird groß geschrieben. Auf diese Weise ist eine „Erlebniswelt Rechtsextremismus" entstanden, in der Unterhaltung und politische Botschaften verschmelzen. Ein deutliches Beispiel ist das „Projekt Schulhof" – der Versuch aus neonazistischen Kreisen, eine Musik-CD mit rechtsextremistischen Texten an Kinder und Jugendliche

zu verteilen und sie auf diese Weise an die Szene heranzuführen.

In der Erlebniswelt Rechtsextremismus sind demokratiefeindliche, häufig menschenverachtende Inhalte allgegenwärtig. Sie kreisen nach wie vor um einen fremdenfeindlichen Kern und die Verherrlichung, zumindest die Verharmlosung des Nationalsozialismus. Mal bemühen sich Rechtsextremisten, solche Botschaften in ein seriöses Gewand zu kleiden, mal machen sie mit provokant und zynisch zur Schau gestelltem Rassismus auf sich aufmerksam. Mit welchen Mitteln möchte die rechtsextremistische Szene Jugendliche erreichen? Welche Inhalte werden in den Liedern der Szene vermittelt?"

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich als Verantwortungsträger zu diesem wichtigen Informationsabend einladen lassen und wir Sie begrüßen können.

Mit freundlichen Grüßen

gez.   R. Schnurr     H. Thomas     G. Hensch